Der zukünftige Künstler wurde am 27. November 1888 im Dorf Šiliuškiai
geboren. Sein Vater war ein reisender Schneider, der aus Šimonys
(Bezirk Kupiškis) stammte und nach der Aufhebung der Leibeigenschaft in
die Gemeinde Panemunėlis übersiedelte. Es gibt Informationen, dass auch
er die Schnitzerei mochte. Die Mutter des Schnitzers, Tebeliškytė,
wurde von J. Katelė aufgezogen. Sie hat alle ihre Kinder das Lesen und
Schreiben gelehrt. Im Alter sprach J. Vizbaras wie folgt über seine
Kindheit und Jugend: „Der Boden ist hier schlecht, Brote wachsen hier
gerade noch, und die Tiere finden keinen Klee... das sind doch keine
Wiesen... Nur die können hier leben – Schneider und solche eben... bis
zum Alter von 14 Jahren bin ich ohne Hosen durch die Gegend
gelaufen...“ Im Alter von 14 bis 17 Jahren hütete Jonas Tiere. Beim
Hüten schnitzte er Figuren in die Rinde der Birken. Er mochte das
Schnitzen. Als er älter wurde, stellte sich heraus, dass ihn Arbeiten
in Haus und Hof nicht interessieren: viel mehr interessierte ihn das
Handwerk des Tischlers. Die Jugend von Panemunėlis, darunter auch die
Brüder Vizbarai, erhielt Bücher und Zeitungen aus Amerika und las sie.
In der Familie herrschten verschiedene Ansichten: der Vater war nicht
gläubig, die Mutter religiös. In dieser Umgebung bildete sich das
Weltbild des zukünftigen Volkskünstlers heraus.
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